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Häufige Fragen zum Apfel


Wie viele Kilogramm Äpfel isst Herr beziehungsweise Frau Schweizer durchschnittlich?
Der Apfel ist mit Abstand die beliebteste einheimische Frucht. 15.6 kg werden pro Person und Jahr gegessen. Die grosse Sortenvielfalt, die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten und die ganzjährige Verfügbarkeit sind Gründe dafür.

Wie viele Äpfel werden in der Schweiz angebaut?
Von den rund 7000 ha Obstkulturen sind 4279 ha Apfelanlagen. 93% der Flächen werden nach den Richtlinien der integrierten Produktion angebaut. Diese Produkte sind mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung für Schweizer Produkte «Suisse Garantie» ausgezeichnet.

Wo befinden sich die grössten Anbaugebiete der Schweiz?
Die drei grössten Anbaugebiete Thurgau, Wallis und Waadt produzieren zusammen mehr als zwei Drittel der gesamten Apfelmenge von 137 781 to. pro Jahr. St. Gallen, Zürich, Aargau, Luzern und Bern sind weitere Regionen mit grösseren Apfelkulturen.

Wie viele Apfelsorten gibt es?
Weltweit mindestens 30‘000, in der Schweiz 1152 Sorten. Doch nur sehr wenige werden für den Handel angebaut. Seltene Sorten haben oft Namen wie wunderschöne Blumen: “Schöner aus Wiltshire”, “Morgenduft” oder “Gaillys Herzogin von Brabant”. Hier geht's zur Sortenliste >>

Warum gibt es nur wenige Sorten in den Läden?
Der Handel orientiert sich am Geschmack der Käufer. So wird zum Beispiel Braeburn vorwiegend in der Schweiz und Grossbritannien angeboten, ansonsten ist sie weniger gefragt. Sehr süsse Sorten wie Fuji sind vor allem bei Asiaten beliebt.

Woher kommt die rote Farbe der Äpfel?
Äpfel werden aus dem gleichen Grund rot aus dem der Mensch braunt wird. Um sich vor UV-Strahlung zu schützen. Intensiviert wird die Rotfärbung durch die höheren Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht kurz vor der Ernte. Je kälter die Nächte, desto schöner wird die Farbe. Es gibt jedoch auch Äpfel, die den roten Farbstoff nicht ausbilden können. Sonnenbrand kommt auch bei Äpfeln vor. Insbesondere die Sorten Fuji und Braeburn sind anfällig für Sonnenbrand.

Stecken die Vitamine wirklich unter der Schale?
Ja, die meisten Vitamine befinden sich im Fruchtfleisch direkt unter der Schale. Deshalb sollte man den Apfel nicht schälen, sondern die Schale mitessen.

Ist das Fett/Wachs auf Äpfeln schädlich?
Manche Sorten (z.B. Jonagold, Jonagored) bilden eine natürliche Fettschicht als Schutz vor Insekten und Austrocknung. Sie ist nicht schädlich.

Warum sind manche Äpfel mehlig?
Kein Apfel ist von sich aus mehlig. Schuld ist in der Regel zu lange Lagerung in den Verkaufsregalen oder zu Hause.

Warum gibt’s das ganze Jahr über Schweizer Äpfel?
Die Ernte beginnt in der Schweiz circa Anfang August und dauert bis circa Anfang November. Frühsorten lassen sich nicht lange lagern und werden sofort verkauft. Lagerfähige Sorten reifen im Herbst. Sie werden bis zum nächsten Sommer verkauft, abhängig von der Verfügbarkeit.

Wie werden die Äpfel gelagert?
Äpfel, die bis zum Verkauf wenige Wochen im Lager bleiben sollen, werden nur gekühlt. Früchte für den späteren Verkauf werden in einer kontrollierten Atmosphäre gelagert (CA-Lagerung): Die Luft enthält einen besonders hohen Stickstoff- und Kohlendioxidgehalt und wenig Sauerstoff. Der Reifeprozess wird dadurch erheblich verlangsamt.